Die Preisseiten der meisten Reservierungssysteme verraten selten, was am Monatsende wirklich auf der Rechnung steht. Der Grund: Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Preismodelle, und welches günstiger ist, hängt komplett davon ab, wie viele Gäste du tatsächlich online buchst. Dieser Beitrag rechnet beide Modelle ehrlich durch, damit du nicht erst nach der Vertragsunterschrift merkst, was du wirklich zahlst.
Die zwei grundsätzlichen Preismodelle
So gut wie jeder Anbieter am Markt lässt sich einem der beiden folgenden Modelle zuordnen:
Was das Provisionsmodell in der Praxis wirklich kostet
Marktplatz-Anbieter mit Provision pro Gedeck verlangen üblicherweise zwischen 2 € und 5 € pro vermitteltem Gast. Ein Rechenbeispiel macht den Effekt deutlich: Bei 600 Reservierungen im Monat – für ein gut laufendes Restaurant keine Seltenheit – sind das allein 1.200 € bis 3.000 € an Provision, zusätzlich zur Grundgebühr. Manche große Plattformen verlangen sogar zusätzlich eine Transaktionsgebühr auf Anzahlungen oder eine einmalige, teils vierstellige Einrichtungsgebühr obendrauf.
Der entscheidende Denkfehler beim Provisionsmodell: Es fühlt sich günstig an, wenn wenig gebucht wird – und wird automatisch teurer, genau dann, wenn dein Restaurant am erfolgreichsten läuft. Du zahlst also am meisten in genau den Monaten, in denen du es am wenigsten "bräuchtest".
Was ein Festpreis-System wirklich kostet
Bei einer festen Monatspauschale zahlst du unabhängig vom Erfolg denselben Betrag – ob 50 oder 500 Buchungen im Monat. Der Markt bewegt sich hier meist zwischen 20 € und 90 € im Monat, teils mit kostenlosen Einstiegstarifen für sehr kleine Betriebe. Der Vorteil liegt auf der Hand: Deine Kosten sind von Tag eins an exakt planbar, und jede zusätzliche Buchung ist für dich reiner Zusatzumsatz statt eines neuen Kostenpunkts.
Ab wann lohnt sich welches Modell?
Eine einfache Faustregel: Nimm die monatliche Fixgebühr eines Pauschal-Anbieters und teile sie durch die Provision pro Gast eines Marktplatz-Anbieters. Das Ergebnis zeigt dir die Buchungszahl, ab der sich die Pauschale garantiert lohnt.
Beispiel: Bei einer Pauschale von 49 € im Monat und einer Provision von 3 € pro Gast lohnt sich die Pauschale rechnerisch bereits ab der 17. Online-Buchung im Monat – danach zahlst du beim Provisionsmodell drauf, bei der Pauschale nicht. Die meisten Restaurants mit aktiver Website und Google-Maps-Präsenz erreichen diese Zahl locker innerhalb der ersten Woche.
Marktüberblick: Wer verlangt was?
| Modell-Typ | Preisspanne | Worauf achten |
|---|---|---|
| Große Marktplatz-Plattformen | Grundgebühr + 1,50–3,50 € pro Gast | Zusatzgebühren auf Anzahlungen, einmalige Setup-Kosten |
| Regionale Pauschal-Anbieter | 20–90 € / Monat fix | Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, was im Basispreis enthalten ist |
| heyGastro | Feste Monatspauschale, 0 % Provision | 30 Tage kostenlos testen, monatlich kündbar, keine Setup-Gebühr |
Preisangaben basieren auf öffentlich verfügbaren Marktdaten, Stand 2026, und dienen der allgemeinen Orientierung.
Versteckte Zusatzkosten, die im Preisvergleich oft übersehen werden
- Einmalige Einrichtungsgebühren – bei manchen Anbietern mehrere hundert Euro allein für die Ersteinrichtung
- Mindestvertragslaufzeiten – ein günstiger Monatspreis nützt wenig, wenn du 12 oder 24 Monate gebunden bist
- Transaktionsgebühren auf Anzahlungen – zusätzlich zur eigentlichen Provision, oft im Kleingedruckten
- Kosten für Zusatzfunktionen – Tischplan, Warteliste oder Erinnerungsmails sind bei manchen Anbietern erst in einem teureren Tarif enthalten
Häufige Fragen zu den Kosten eines Reservierungssystems
Ist ein kostenloser Tarif wirklich kostenlos?
Meist nur bis zu einer bestimmten Buchungsanzahl oder mit stark eingeschränktem Funktionsumfang. Prüfe genau, was im kostenlosen Tarif tatsächlich enthalten ist, bevor du dich darauf verlässt.
Was ist auf lange Sicht günstiger – Provision oder Pauschale?
Für Restaurants mit spürbarem Online-Buchungsaufkommen ist eine Pauschale nahezu immer günstiger, sobald eine gewisse monatliche Buchungszahl überschritten wird (siehe Rechenbeispiel oben). Nur bei sehr wenigen Online-Buchungen pro Monat kann ein Provisionsmodell rechnerisch knapp günstiger sein.
Zahle ich bei heyGastro trotzdem eine Provision, wenn ein Gast über Google Maps bucht?
Nein. Bei heyGastro ist jede Buchung – egal ob über deine Website oder direkt über Google Maps – in der festen Monatspauschale enthalten, ohne zusätzliche Kosten pro Gast.
Kann ich vorher testen, bevor ich mich vertraglich binde?
Bei heyGastro ja: 30 Tage komplett kostenlos, ohne Kreditkarte und ohne automatische Verlängerung danach.
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