Was kostet ein Reservierungssystem 2026? Der ehrliche Kostenvergleich für Restaurants

Veröffentlicht am 17.08.2026 • von Robert Neumann

Die Preisseiten der meisten Reservierungssysteme verraten selten, was am Monatsende wirklich auf der Rechnung steht. Es gibt drei grundsätzlich unterschiedliche Preismodelle, und welches günstiger ist, hängt davon ab, wie viele Gäste du online buchst und woher sie kommen. Dieser Beitrag rechnet die Modelle mit aktuellen Zahlen vom Oktober 2026 durch, damit du nicht erst nach der Vertragsunterschrift merkst, was du wirklich zahlst.

Zuletzt aktualisiert am 14.10.2026 · Lesezeit: ca. 12 Minuten · heyGastro richtet sich ausschließlich an gewerbliche Kunden (B2B). Transparenzhinweis: heyGastro ist selbst Anbieter eines Reservierungssystems, der Vergleich ist deshalb nicht neutral. Wir nennen zu jeder Anbieterzahl die Quelle, damit du sie selbst prüfen kannst.

Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt drei Modelle: Provision pro Gast, feste Pauschale und einen kostenlosen Einstieg mit Limit.
  • Bei Provision wächst die Rechnung mit der Gästezahl. Beispiel: OpenTable nimmt 1,50 € pro platziertem Gast aus dem eigenen Netzwerk, bei 600 Gästen sind das 900 € im Monat.
  • Pauschalen kosten laut Anbieterseiten zum Beispiel 69,90 € netto (resmio Premium, 12 Monate Mindestlaufzeit) oder 149 € (OpenTable Core), TheFork startet laut Capterra bei 39 €.
  • heyGastro ist dauerhaft kostenlos bis 50 Online-Buchungen pro Monat, danach ab 29 € im Zeitpaket, jeweils mit 0 % Provision.
  • Faustregel: Pauschale geteilt durch Provision pro Gast ergibt die Gästezahl, ab der sich die Pauschale lohnt.
  • Quandoo hat am 30.09.2026 den Buchungsbetrieb beendet, die vollständige Abschaltung folgt bis 31.12.2026.
Inhaltsverzeichnis
  1. Welche Preismodelle gibt es bei Reservierungssystemen?
  2. Was kostet das Provisionsmodell in der Praxis?
  3. Was kosten Pauschalen und Abos wirklich?
  4. Was kostet heyGastro?
  5. Ab wann lohnt sich welches Modell?
  6. Wer verlangt was im Oktober 2026?
  7. Welche Zusatzkosten werden oft übersehen?
  8. Worauf solltest du vor dem Vertragsabschluss achten?
  9. Häufige Fragen zu den Kosten eines Reservierungssystems

Welche Preismodelle gibt es bei Reservierungssystemen?

So gut wie jeder Anbieter lässt sich einem dieser Modelle zuordnen. Auch Branchenübersichten wie die von ResDiary unterscheiden Pauschale, Provision pro Gedeck und nutzungsabhängige Abos.

Provisionsmodell
Eine Gebühr pro vermitteltem Gast (Gedeck), oft zusätzlich zu einem Monatsabo. Beispiel: OpenTable berechnet laut Preisseite 1,50 € pro platziertem Gast aus dem eigenen Netzwerk. Klingt bei wenigen Gästen günstig, wächst aber mit jedem zusätzlichen Gast.
Festpreis- oder Pauschal-Modell
Eine feste monatliche Gebühr, unabhängig von der Gästezahl. Wächst dein Geschäft, bleiben die Kosten gleich. Beispiel: resmio Premium für 69,90 € netto im Monat.
Kostenloser Einstieg mit Limit
Ein dauerhaft kostenloser Tarif mit Buchungslimit oder eingeschränkten Funktionen, dazu ein Upgrade für mehr. Beispiele: der Basis-Tarif von heyGastro mit bis zu 50 Online-Buchungen im Monat oder der Basic-Tarif von resmio für 0 €.

Gedeck ist nicht gleich Reservierung. Die Access Group weist darauf hin, dass eine Reservierung für fünf Gäste als eine Reservierung, aber als fünf Gedecke zählt. Prüfe deshalb bei jedem Anbieter, welche Einheit abgerechnet wird. Bei heyGastro zählt das Limit im Basis-Tarif die Online-Buchungen, nicht die Gäste.

Was kostet das Provisionsmodell in der Praxis?

Beim Provisionsmodell hängt die Rechnung direkt an der Gästezahl. Die folgende Tabelle zeigt, was bei verschiedenen Gästezahlen im Monat zusammenkommt. Die 1,50 € entsprechen dem Satz von OpenTable, die 3 € und 5 € sind reine Rechenbeispiele und keine Anbieterpreise.

Provisionskosten pro Monat (Beispielrechnung)
Über den Marktplatz vermittelte Gästebei 1,50 € pro Gastbei 3 € pro Gastbei 5 € pro Gast
150 Gäste225 €450 €750 €
300 Gäste450 €900 €1.500 €
600 Gäste900 €1.800 €3.000 €

Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Rechnung dazu. Erstens fällt die Gebühr meist nur für Gäste an, die über den Marktplatz kommen. Laut OpenTable-Preisseite kosten Reservierungen über die eigene Website, Telefonbuchungen und Laufkundschaft nichts extra, und für No-Shows und Stornierungen wird keine Gebühr berechnet. Zweitens bringt ein Marktplatz Reichweite. Ob sich die Gebühr lohnt, hängt davon ab, wie viele dieser Gäste ohne den Marktplatz nicht gekommen wären.

Der Denkfehler, den viele machen: Provision fühlt sich günstig an, solange wenig über den Marktplatz gebucht wird, und wird automatisch teurer, wenn er gut funktioniert. Wer die Gäste ohnehin über die eigene Website, Google oder Social Media gewinnt, zahlt für Reichweite, die er nicht braucht.

Was kosten Pauschalen und Abos wirklich?

Bei einer festen Monatsgebühr zahlst du unabhängig von der Gästezahl denselben Betrag. Eine britische Übersicht von ResDiary nennt für bezahlte Pläne eine Spanne von rund £30 bis über £400 pro Monat, abhängig von Größe, Buchungsvolumen und Funktionen. Konkrete Beispiele aus den Preisseiten der Anbieter:

Was kostet heyGastro?

Bei heyGastro gibt es zwei Stufen, beide ohne Provision pro Gast. Die Tarifangaben stammen von der aktuellen Preisseite:

Statt einer befristeten Testphase gibt es also den dauerhaft kostenlosen Einstieg. Wie du in wenigen Minuten startest, zeigt die Anleitung Tischreservierung online kostenlos einrichten.

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Ab wann lohnt sich welches Modell?

Eine einfache Faustregel: Teile die monatliche Pauschale durch die Provision pro Gast. Das Ergebnis zeigt, ab wie vielen vermittelten Gästen pro Monat die Pauschale günstiger ist als die Provision.

Break-even: Ab diesem Gast ist die Pauschale günstiger
Pauschale pro MonatProvision pro GastBreak-even pro Monat
29 €1,50 €ab dem 20. Gast
29 €3 €ab dem 10. Gast
49 €3 €ab dem 17. Gast
69,90 €1,50 €ab dem 47. Gast
69,90 €3 €ab dem 24. Gast

Das sind Beispielrechnungen: 29 € steht für das heyGastro-Paket mit 12 Monaten Laufzeit, 69,90 € für resmio Premium, 1,50 € für den OpenTable-Satz, 3 € und 49 € sind frei gewählte Vergleichswerte. Bei 1,50 € pro Gast ist die Pauschale von 29 € also ab dem 20. Gast günstiger, bei 3 € schon ab dem 10.

Zwei Einschränkungen: Die Rechnung gilt nur für Gäste, die tatsächlich über das Provisionsmodell kommen. Und bei heyGastro zahlst du bis 50 Online-Buchungen im Monat ohnehin nichts, die Pauschale wird erst darüber relevant. Nimm deshalb deine eigenen Zahlen vom letzten Monat und rechne nach.

Wer verlangt was im Oktober 2026?

Marktüberblick, Stand Oktober 2026
AnbieterPreismodell laut AnbieterseiteLaufzeit und Hinweise
heyGastroBasis 0 € (bis 50 Online-Buchungen pro Monat), Unbegrenzt 29 € bis 39 € pro Monat, 0 % ProvisionZeitpakete mit 1, 6 oder 12 Monaten ohne Abo, Endpreise nach § 19 UStG
resmioBasic 0 €, Premium 69,90 € und Ultimate 129,90 € pro Monat netto, keine Provision auf Reservierungen (Quelle)12 Monate Mindestlaufzeit, monatliche Kündigung gegen 10 € Aufpreis, Add-ons je 19,90 € im Premium
OpenTableCore 149 €, Pro 299 € pro Monat plus 1,50 € pro platziertem Netzwerk-Gast (Quelle)12 Monate, automatische Verlängerung, Kündigung 30 Tage vorher. Eigene Website und Telefon ohne Gastgebühr
TheForkPlan „Visibility“ ab 39 € pro Monat (Quelle: Capterra)Keine kostenlose Version, keine Testphase. Provisionen bitte beim Anbieter erfragen

Die Preise stammen von den genannten Anbieterseiten und Vergleichsportalen und können sich ändern. Prüfe aktuelle Konditionen immer direkt beim Anbieter.

Quandoo ist vom Markt verschwunden. Laut Tageskarte und Verdict Food Service war der 30.09.2026 der letzte Tag für Buchungen über Quandoo, die Verbraucherdienste endeten am 01.10.2026, und Website, App und Infrastruktur werden bis 31.12.2026 vollständig abgeschaltet. Restaurants müssen ihre Daten exportieren und auf ein anderes System wechseln. Mehr dazu im Beitrag Quandoo Alternative 2026. Wer einzelne Anbieter genauer vergleichen will, findet die Details in den Beiträgen zu OpenTable, TheFork und resmio.

Welche Zusatzkosten werden oft übersehen?

Der Monatspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Diese Posten werden im Preisvergleich am häufigsten übersehen:

Worauf solltest du vor dem Vertragsabschluss achten?

Mit diesen fünf Schritten vergleichst du Angebote, ohne dich von der Preisliste blenden zu lassen:

1
Gäste nach Kanal zählen. Wie viele Gäste kamen im letzten Monat über einen Marktplatz, über deine Website, per Telefon und als Laufkundschaft? Nur der erste Kanal ist beim Provisionsmodell relevant.
2
Die Abrechnungseinheit klären. Zählt der Anbieter Gäste (Gedecke) oder Reservierungen? Das macht bei größeren Gruppen einen großen Unterschied.
3
Laufzeit und Kündigung lesen. Wie lange bist du gebunden, verlängert sich der Vertrag automatisch, und was kostet eine monatliche Kündigung?
4
Add-ons, SMS und Zahlungsgebühren einrechnen. Liste alle Funktionen auf, die du wirklich brauchst, und addiere die Aufpreise. Oft ist der nächsthöhere Tarif am Ende günstiger.
5
Jahreskosten netto gegen netto vergleichen. Rechne jedes Angebot auf zwölf Monate hoch und vergleiche nur Preise mit gleicher Steuerbehandlung. resmio nennt netto zuzüglich Mehrwertsteuer, heyGastro nennt Endpreise ohne Umsatzsteuer.

Häufige Fragen zu den Kosten eines Reservierungssystems

Ist ein kostenloser Tarif wirklich kostenlos?

Meist nur bis zu einer bestimmten Buchungsanzahl oder mit eingeschränktem Funktionsumfang. Bei heyGastro ist der Basis-Tarif dauerhaft kostenlos und enthält bis zu 50 Online-Buchungen pro Monat über das Buchungs-Widget. Einträge, die du selbst im Dashboard machst, etwa telefonische Reservierungen, zählen nicht mit. Erreichst du das Limit, pausiert die Online-Reservierung bis zum nächsten Monat oder bis du ein Zeitpaket wählst.

Was ist langfristig günstiger: Provision oder Pauschale?

Das hängt von deinen Zahlen ab. Kommen viele Gäste über einen Marktplatz, ist eine Pauschale ab einer gewissen Gästezahl günstiger, wie die Break-even-Tabelle oben zeigt. Bei sehr wenigen vermittelten Gästen kann ein Provisionsmodell günstiger sein. Zähle deshalb zuerst, wie viele Gäste du pro Monat über welchen Kanal bekommst.

Zahle ich bei heyGastro eine Provision, wenn ein Gast über Google Maps bucht?

Nein. heyGastro berechnet 0 % Provision pro Gast, egal ob die Buchung über deine Website, Social Media oder Google Maps kommt. Im Basis-Tarif sind bis zu 50 Online-Buchungen pro Monat enthalten, danach wählst du ein Zeitpaket ab 29 € pro Monat.

Kann ich heyGastro testen, bevor ich zahle?

Ja. Statt einer zeitlich begrenzten Testphase gibt es den dauerhaft kostenlosen Basis-Tarif ohne Kreditkarte. Du kannst heyGastro also so lange im Alltag ausprobieren, wie du möchtest, und erst bei mehr als 50 Online-Buchungen im Monat ein Zeitpaket wählen. Vorab siehst du in der Live-Demo, wie das Dashboard aussieht.

Muss ich mich bei heyGastro langfristig binden?

Nein. Das Unbegrenzt-Paket gibt es für 1, 6 oder 12 Monate als festes Zeitpaket ohne Abo. Es läuft automatisch aus, eine Kündigung ist nicht nötig, und danach nutzt du heyGastro wieder im kostenlosen Tarif.

Sind die genannten Preise netto oder brutto?

Das unterscheidet sich je nach Anbieter. resmio nennt seine Preise netto zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. heyGastro berechnet als Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer, der genannte Preis ist der Endpreis. Bei TheFork und OpenTable gehen die von uns genutzten Quellen nicht darauf ein. Vergleiche deshalb immer netto mit netto oder brutto mit brutto.

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RN
Robert Neumann
Autor im heyGastro-Blog. Er schreibt über Reservierungen, Tischverwaltung und Digitalisierung in der Gastronomie.

Quellen und weiterführende Links

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